Wolfratshauser Jugendliche reisen nach Iruma

Jugendaustausch mit Partnerstadt Iruma kann in diesem Jahr wieder stattfinden.

Sieben Jugendliche im Alter zwischen 17 und 22 Jahren reisten im Rahmen eines Jugendaustausches in die japanische Partnerstadt Iruma. Nach der pandemiebedingten Pause konnten nach vier Jahren wieder Jugendliche am Austausch teilnehmen. Im nächsten Jahr wird es einen Gegenbesuch von Jugendlichen in Wolfratshausen geben.

„Ziel der Städtepartnerschaft ist kultureller Austausch sowie die Förderung von gegenseitigem Respekt und Verständnis füreinander“, erklärt Helga Hacibekiroglu, Verwaltungsmitarbeiterin der Stadt Wolfratshausen, die den Jugendaustausch organisiert und begleitet hat. Der Jugendaustausch hat Tradition. Er findet jährlich wechselseitig statt.
 
Vorfreude und Aufregung begleitete die Jugendlichen auf ihrem Weg nach Fernost: „Ich hatte Bedenken, ob wir uns verstehen und wie ich als Fremde in der japanischen Familie aufgenommen werde. Außerdem hatte ich von so vielen Regeln gehört, die man in Japan einhalten muss“, erzählt Julia. Ähnliche Gedanken hatten auch ihre Mitreisenden. Doch bereits nach dem ersten Begrüßungsempfang des Bürgermeisters war das Eis gebrochen. Die Verantwortlichen in Iruma und die Gasteltern nahmen die Jugendlichen herzlich in Empfang.
Abenteuerlust, ohne Eltern neue Erfahrungen sammeln, Interesse am asiatischen Raum, das war für Christina und Isabel die Motivation, am Jugendaustausch teilzunehmen. Johanna wollte den japanischen Alltag kennenlernen: „Wenn man am Familienleben teilnimmt, bekommt man Einblicke aus erster Hand. Ich habe schnell gemerkt, dass die gängigen Klischees nicht passen.“
Jeden Tag nach dem Frühstück trafen sich die Jugendlichen, um gemeinsam mit Mitarbeitern der Verwaltung und einem Dolmetscher Sehenswürdigkeiten zu besuchen: Ein Besuch im Stadtmuseum stand genauso auf dem Programm wie ein Tee-Kurs oder Reisknödel grillen, die Besichtigung einer historischen Holzbrücke und eines buddistischen Tempels und des großen Konzertsaals der Musikhochschule sowie eines futuristischen Kulturmuseums. Aber auch eine Stippvisite am Fujijama und die Fahrt mit einem Sonderzug sowie der Besuch des höchsten Gebäudes in Tokio, dem Tokio Skytree waren Teil des abwechslungsreichen Ausflugsprogramms, das die Verwaltung in Iruma zusammengestellt hatte. „Das Program war cool. Ich kann den Jugendaustausch zu 100 Prozent empfehlen“, sagt Maria. Und Laurin ergänzt: „Wir haben in dieser Woche so viele Eindrücke gesammelt, das muss man erst mal verarbeiten.“
Einig waren sich alle in einem Punkt: „Wir wurden mit so viel Wärme und Gastfreundschaft aufgenommen, so einen herzlichen Empfang haben wir nicht erwartet.“  

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